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14.07.2015, 16:32 Uhr | Bundesregierung
Energiewende
Der Fahrplan für die nächsten Jahre steht
 

 

Klimaschutz

Deutschland wird seine Klimaschutzziele (- 40 Prozent CO2 bis 2020) erreichen, indem weitere 22 Millionen TonnenCO2 eingespart werden. Dabei muss der Stromsektor einen Beitrag leisten: Braunkohlekraftwerke werden in eine sogenannte Kapazitätsreserve überführt und anschließend schrittweise stillgelegt.

Emissionsarme Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen werden stärker gefördert, indem die Förderung von heute 0,5 Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt, das heißt verdreifacht wird.

Der gegenwärtige Strommarkt wird zu einem "Strommarkt 2.0" weiterentwickelt. Das stärkt die Versorgungssicherheit, ist kostengünstiger als ein Kapazitätsmarkt, schafft Anreize für Innovationen und ermöglicht, die weiter steigenden Anteile der erneuerbaren Energien zu integrieren.

Zusätzliche Effizienzmaßnahmen im Gebäudebereich, in den Kommunen, in der Industrie sowie im Schienenverkehr werden den CO2-Ausstoß weiter senken.

Netzausbau

Bei den Gleichstromtrassen sollen Erdkabel Vorrang vor dem Freileitungsausbau bekommen. Die Region um Grafenrheinfeld wird beim Leitungsbau deutlich entlastet. Wichtige Leitungen werden auf bestehenden Trassen geführt.

Damit wird der dringend notwendige Netzausbau vorangebracht und zugleich ein Höchstmaß an Verträglichkeit für Mensch und Natur gewährleistet.

Umsetzung des Atomausstiegs

Die Bundesregierung will mit einem "Stresstest" prüfen, ob die Rückstellungen der Kernkraftwerksbetreiber ausreichen: für einen sicheren Rückbau, für Stilllegung und Endlagerung.

Eine Kommission wird die Frage klären, wie die Absicherung der finanziellen Verantwortung für Rückbau, Stilllegung und Endlagerung der Energieversorgungsunternehmen am besten erfolgen kann.

Mit diesen Beschlüssen wird die Energiewende weiter vorangebracht. Es besteht nun eine konkrete Arbeitsgrundlage für die Aufgaben der nächsten Jahre.